Schüler präsentieren die Speisen

Neujahrsfest mitten im Februar

Kulinarik und Tradition sind die besten Brückenbauer.

Vietnamesische Azubis aus Metzgerei und Verkauf haben eine ukrainische Klasse und eine Berufsvorbereitungsklasse eingeladen – zum gemeinsamen Feiern, Kennenlernen und um Vorurteile abzubauen. Ziel war es Kultur direkt zu erleben und das Miteinander im Schulalltag zu stärken.

Im Fokus stand das vietnamesische Neujahrsfest Tết – für viele eine echte Herzensangelegenheit. Die Schüler brachten selbstgekochte Spezialitäten aus ihren Herkunftsländern mit: von deftigen Fleischgerichten bis zu typischen Neujahrssnacks – eine richtig bunte Food-Reise. „Es war ein mega Gefühl, unseren Mitschülern ein Stück Heimat zu zeigen“, sagte eine vietnamesische Auszubildende. „Beim gemeinsamen Essen merkt man schnell: Wir alle wollen das Gleiche – gute Zeit mit der Familie und Glück für die Zukunft.“

Neben dem Essen erzählten die vietnamesischen Azubis von Bräuchen, Familientraditionen und der Bedeutung einzelner Rituale. Auch die ukrainischen Jugendlichen und die BVJ-Schüler waren voll dabei. In kurzen Interviewrunden stellten sie sich Fragen wie: Welche Rolle spielt Familie? Welche Glücksbringer oder Neujahrswünsche gibt es? So entstand ein lebendiger Austausch, bei dem Gemeinsamkeiten und Unterschiede sichtbar wurden – respektvoll, neugierig und auf Augenhöhe.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie interkulturelles Lernen im Alltag funktionieren kann: persönliche Begegnungen, echtes Interesse, gutes Essen. Am Ende blieb ein starkes Wir-Gefühl und ein gelungener Start ins neue Jahr – bunt, offen und voll Vielfalt.