Die erste "Aruba Academy" in Europa

Karl-Peter-Obermaier-Schule geht Partnerschaft ein mit Aruba, der Networking-Sparte von Hewlett Packard Enterprise

Passau. Die Karl-Peter-Obermaier-Schule wird Partner von Aruba, der Networking-Sparte von Hewlett Packard Enterprise (HPE). Um den IT-Experten von morgen die komplexen WLAN-Grundlagen zu vermitteln, hat das Unternehmen ein eigenes Academy-Programm entwickelt, das weltweit mit Bildungseinrichtungen zusammenarbeitet.
Bei einem Treffen in den Räumlichkeiten des beruflichen Kompetenzzentrums am Fernsehturm wurde fix gemacht, was der Türöffner für dieses zukunftsweisende Kooperationsprojekt Josef Maderer akribisch vorbereitet hatte: Die Karl-Peter-Obermaier-Schule wird als erste Schule in Europa "Aruba Academy". Damit hat die Berufsschule einen weiteren führenden Hersteller im Bereich der digitalen Transformation an Bord.
Das ist besonders für Schulleiter Eduard Weidenbeck eine frohe Botschaft. Nach Monaten, in denen vor allem seine Qualitäten als Krisenmanager bei der Bewältigung der Corona-Epidemie gefragt waren, rückt jetzt wieder sein Kernanliegen in den Fokus, Bildungsprozesse aktiv und zukunftsgerichtet zu gestalten.
"Wir freuen uns sehr, dass wir Partner von Aruba werden. Sie unterstützen uns damit sowohl didaktisch im Unterrichtsbetrieb als auch materiell mit der Bereitstellung einer Lab-Infrastruktur", begrüßte Eduard Weidenbeck die Bildungskooperation mit einem Stakeholder, dessen technologische Innovationen in fast allen führenden Unternehmen und auf Behördenebene zum Einsatz kommen.
Jörn Plümpe signalisiert, dass sein Erfolg als Vertriebsleiter für Großkunden bei Aruba davon abhängt, wie stark es gelinge, Potenziale und Begabungen der Menschen zur Entfaltung zu bringen. "Die Freude ist auch auf meiner Seite. Wir wollen junge Talente fördern und Berufseinsteigern den Weg ebnen für anwendbares Praxiswissen." Dazu sicherte er den Zugang zu den neuesten E-Learning-Angeboten und einer Lab-Infrastruktur zu.
Aruba Account Manager Björn Stubner sieht Parallelen bei der Arbeitsweise von Berufsschulen und Industriebetrieben. "Der rasante technologische Wandel verlangt von beiden ein hohes Maß an Innovationsbereitschaft bei der Vermittlung von Kompetenzen zur Gestaltung des digitalen Wandels." Hier bietet Jörn Plümpe die Aufnahme in die Community von Aruba an, in der ein produktiver Gedankenaustausch mit den klügsten Köpfen der Netzwerkindustrie gepflegt wird. Dabei würde er eine begleitende Unterstützung durch Industrievorträge anstoßen, die den Unterricht durch aktuellste Erkenntnisse und technische Lösungen aus dem Live-Betrieb anreichern.

Die beiden Lehrkräfte Josef Maderer und Tobias Böhm konnten sich bei Aruba bereits das erforderliche Wissen aneignen, das sie nach einer Zertifizierungsprüfung zu autorisierten Kursleitern in ihren Domänen macht. Die Schule erhält somit Zugang zum Curriculum von Aruba Education Services einschließlich aller Anleitungsdokumente, Kursmaterialien und Lab-Designs. Ihre anspruchsvolle Aufgabe besteht nun darin, diese Ressourcen in den neuen IT-Lehrplan zu integrieren.
IT-Abteilungsleiter Roland Reckziegel sieht das moderne technologische Bildungsangebot auch als Unterstützung bei der Vernetzung der Abteilungen IT, Elektro und Metall, die eine Folge der Vorbereitung auf die digitale Berufswelt sein wird. "Die digitale Vernetzung im industriellen Umfeld wird die Kooperation aller Akteure in der Bildungskette forcieren."

Dieses starke Bündnis für berufliche Bildung erweitert also nicht nur die Möglichkeiten der sich sehr dynamisch entwickelnden IT-Abteilung, sondern unterstützt auch die Metallabteilungen mit spezifischem industriellem Know-how auf dem Weg zu Industrie 4.0 und erweitert das qualifizierte Weiterbildungsangebot für staatlich geprüfte Techniker.

Studienrat Tobias Böhm lobt das kursbegleitende Unterrichtsmaterial. Es ermögliche, den konzipierten Lernstoff effizient und nachhaltig zu vermitteln. Unterrichtet werde in einer anbieterunabhängigen Weise. Das von Aruba bereitgestellte Equipment erlaube eine Vertiefung bei den praktischen Übungen. "Der didaktische Ansatz passt exakt zu den Anforderungen des handlungsorientierten Lehrplans".
Der Vorsitzende des Sachaufwandsträgers Walter Taubeneder weiß das Engagement des Konzerns zu schätzen. Technische Schulen seien nur stark, wenn sie Qualität auf höchstem Niveau anböten. Dazu brauche es den hohen Einsatz der Lehrkräfte und enorme finanzielle Investitionen. "Wir wissen, was Ihre Unterstützung bedeutet. Sie helfen uns, die hohen Standards bei enormem Innovationstempo zu halten."
Beide Aruba-Vertreter sicherten zu, dass die Unterstützung keine Eintagsfliege sei, sondern auf Nachhaltigkeit angelegt. "Wir wollen den Pioniergeist der Schule durch eine längerfristige Zusammenarbeit flankieren", resümierte Jörn Plümpe. (PNP vom 12.08.2020)

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