Erasmusdays: Europässe für Auszubildende der KPO-Berufsschule

15 Auszubildende der Karl-Peter-Obermaier Berufsschule in Passau nahmen im Frühjahr 2022 in Italien an den technischen Schulen ITT Marconi Padova und ITT Marconi Rovereto sowie an der ZF Arco an einem Austauschprogramm teil, in dem sie italienische Firmen und die in Italien üblichen Vollzeitschulen kennenlernten und mit den italienischen Kolleginnen und Kollegen in englischer Sprache zusammenarbeiteten. Beim Gegenbesuch aus Italien unterstützten sie die italienischen Schülerinnen und Schüler sowohl an der Berufsschule wie auch am Ausbildungsort an der ZF Passau, so dass diese mit ihren Lehrern das duale System in Deutschland von innen erleben konnten. An den diesjährigen Erasmusdays (#Erasmusdays) vom 13. -15. Oktober erhielten die Schülerinnen und Schüler der KPO-Berufsschule im Rahmen einer Feier mit der Schulleiterin OStD Heide Freudenstein ihre Europässe, die ihnen ihr Auslandspraktikum und die Fremdsprachenpraxis bescheinigen. Wie vor Corona schon praktiziert soll das Austauschprogramm an der KPO kontinuierlich weiterentwickelt werden


Austausch mit Italien

Die Karl-Peter-Obermaier-Schule Passau (KPO) durfte zum Schuljahresanfang zwei italienische Kollegen der technischen Schule Marconi in Padua begrüßen. Seit einigen Jahren besteht zwischen beiden Schulen eine Kooperation im Rahmen des Schüleraustauschprogramms Erasmus+. Nun fand ein Besuch auf Lehrerebene statt, um Einblick in das berufliche Schulwesen in Bayern und speziell in Passau zu erhalten. Neben der KPO hospitierten sie auch in Unterrichtseinheiten an der Wirtschaftsschule und an der Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS). Besonders beeindruckt zeigten sie sich von der Vielfalt des beruflichen Schulwesens, das es in dieser Form in Italien nicht gibt. Während in Italien das Modell der Vollzeitschulen zur Berufsvorbereitung überwiegt, gewannen die italienischen Gäste an der KPO Einblick in den Aufbau des dualen Systems der deutschen Ausbildung. Der mit einer Berufsausbildung oder durch Abschluss der Wirtschaftsschule erworbene mittlere Schulabschluss dient wiederum als "Eintrittskarte" für weiterführende Schulen wie z.B. der FOS/BOS oder den Technikerschulen. Hier berechtigt der Abschluss wiederum zum Hochschulzugang. Um diesen modularen Aufbau in der beruflichen Bildung zu verstehen, war das persönliche Erleben vor Ort sehr hilfreich. Um einen Eindruck vom Engagement der beruflichen Bildung im Bereich der Integration am Arbeitsmarkt gerade für Flüchtlinge und neu Zugezogene zu gewinnen, wünschten sich die Lehrkräfte schließlich den Besuch von Alphabetisierungs- und Berufsvorbereitungsklassen. Den Austausch unter Kollegen zum gleichen Beruf in unterschiedlichen Ländern in Europa empfanden alle Beteiligten als große Bereicherung. Schulleiterin Heide Freudenstein betont: "Aktuelle Themen sowie neue Ideen zur europäischen Wertegemeinschaft können so gewinnbringend multipliziert werden." An jeder der besuchten Schulen wurden die italienischen Kollegen sehr herzlich empfangen und die Kollegenschaft sorgte auch dafür, Passaus schönste Seiten zu zeigen. Am Ende bleibt die herzliche bayerische Gastfreundlichkeit in Erinnerung. Fortsetzung gewünscht. Im Bild (v.l.) Heide Freudenstein, OStDin, Schulleiterin KPO, Damiano Vinciarelli, Giovanni Morando, beide ITT Marconi, Martina Waldvogel sowie Alexander Sommer, beide KPO.