Das Team
v.l. Ute Kusser, Barbara Mayr, Franz Kufner, Hans Preißl, Rainer Freitag, Franz Böhmisch (Abteilungsleiter), Dr. Magnus Echtler, Stefan Deser, Katharina Landgraf, Simone Oswald, Bettina Farhauer, Markus Spieker


Schulversuch StReBe
Die Karl-Peter-Obermaier-Schule Passau nimmt auch in der zweiten Phase seit 2022 am Forschungsprojekt „Stärkung des konfessionellen Religionsunterrichts an Berufsschulen“ teil. Da die Organisation des konfessionellen Religionsunterricht an den Beruflichen Schulen immer komplizierter wird, versuchen wir im Forschungsprojekt neue Wege zu gehen, um auch in Zukunft an unserer Schule konfessionellen Religionsunterricht angemessen anbieten zu können.
An der KPO werden die evangelischen und katholischen Schüler gemeinsam, entweder von einer katholischen oder evangelischen Lehrkraft, beschult.
Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Konfessionen werden in verschiedenen Unterrichtseinheiten den Schülern erläutert, um jeder Konfession neben den vielen anderen Themen entsprechend Raum zu geben. Begleitet wird das Projekt, an dem acht berufliche Schulen aus ganz Bayern teilnehmen, von der Evangelischen und Katholischen Kirche, dem Kultusministerium Bayern und der Universität Bamberg.
Weitere Informationen sind zu finden unter: https://www.uni-bamberg.de/relpaed/forschung/projekte/strebe/
Die Kompetenzen
Die Qualifizierung für die Ausübung eines Berufes geht einher mit der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, junger Menschen.
Berufsschulen befähigen also sowohl zur Erfüllung der Aufgaben im Beruf als auch zur Mitgestaltung der Arbeitswelt und Gesellschaft in sozialer und ökologischer Verantwortung.
Der Respekt vor den Mitmenschen und der Umwelt, die Toleranz und Fähigkeit zu Kommunikation und Kooperation in einer bunter werdenden Welt und das Verantwortungsbewusstsein für das eigene Handeln sind wichtige Kompetenzen, die während einer Berufsausbildung vermittelt werden sollten.

Angeregt von der Erfahrung mit der Ausstellung des „Projekt Weltethos“ vor einigen Jahren hat unser Fachbereich für den Unterricht in Religion und Ethik den Jahresschwerpunkt „Die Goldene Regel“ vereinbart.
„Was du nicht willst, dass man dir tu‘, füg auch keinem andern zu.“
ist die klassische Formulierung der negativen Form der Goldenen Regel.
„Was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen.“
ist eine positive Wendung der Goldenen Regel (die noch etwas weiter geht als die negative).
Die Goldene Regel findet sich in allen Religionen und Kulturen, ist in Judentum, Christentum und Islam als ethische Grundregel eine Basis unseres Handelns. In den Religionen haben wir darüber hinausgehend noch weitere Motivationen und Begründungen für ethisches Handeln des Einzelnen und in der Gesellschaft, die mit Gott rechnen.
Ein Teil dieses Jahresschwerpunktes wird es auch sein, „die Goldene Regel als Kit der Gesellschaft“ als einen Teil der neuen Verfassungsviertelstunde auf die Bedeutung für unsere verfassungsgemäß organisierte Gesellschaft weiterzudenken und in den gesellschaftlichen Alltag zu übersetzen:
„Meine Freiheit endet, wo die Freiheit des anderen beginnt.“
Diese Aushandlungsprozesse in der Gesellschaft über Einzelgruppen, Religionszugehörigkeiten und kulturelle Prägungen hinweg zu gestalten braucht auch die Impulse unserer Religionen und entsprechende ethische Reflexion in unserem Berufsschulunterricht in Religion und Ethik, denn unsere Schülerinnen und Schüler werden zukünftig diese Gesellschaft tragen und prägen. Die Zusammenarbeit und Vernetzung mit dem Fach PuG (Politik und Gesellschaft) ist bei diesem Thema impliziert.